Kategorie-Archiv: Familie der Hoffnung

FazendaPost zur Adventszeit

Geschätzte Leserinnen und Leser

«Ein langer, kalter Winter». So lautete die Überschrift unserer Frühlings-Post. Es mag phantasielos erscheinen, wenn wir über diese Herbst-Post einen ähnlichen Titel setzen. Doch was uns die vergangenen Monate bescherten, übertraf nicht nur in meteorologischer Hinsicht alles bisher Erlebte:

Ein an Früchten reicher Sommer

Über Wochen hinweg Beeren in Hülle und Fülle. Der uralte Kirschbaum im Klostergarten übervoll behangen mit süssen Kirschen. Man brauchte beim Vorbeigehen fast nur den Mund zu öffnen, um sich die die verlockenden Früchte einzuverleiben. Was wir nicht gleich frisch zu verzehren vermochten, ruht nun als Wintervorrat in der Kühltruhe oder wurde in der Küche zu Konfi verarbeitet. So können wir der Anfrage einer Institution gerecht werden, welche bei uns 130 Konfigläser – ergänzt durch Dörrobstsäckli – bestellt hat. Viele Produkte sind im Hofladen bereit für die Kundschaft.

Der fruchtbare Sommer hat uns somit über Monate hinweg ein abwechslungsreiches Beschäftigungsprogramm bereitet. Die Apfelhurden im Keller sind mit Kartoffeln und Äpfeln gefüllt und über 2’000 Liter feiner, biologischer Süssmost – pasteurisiert und abgefüllt in 5L-/10L-Bags – warten auf Abnehmer.

Uns freut natürlich jeder Franken, den wir mit unseren eigenen Händen erarbeiten können. Gleichermassen freuen uns die «Spenden», die uns in verschieden grossen Beträgen zugeflossen sind: «Früchte der Liebe». Ohne diese «Hilfe von Oben» und ohne die Unterstützung vieler freiwilliger HelferInnen könnten wir nicht existieren.

Und was sonst noch reift und gereift ist

Damit meinen wir nicht die vielen Baumnüsse, Kürbisse etc.

Gemeint sind vielmehr die Menschen. Sie sind ja das Herz der Fazenda. Nicht nur jene, die hier über längere Zeit in Gemeinschaft leben und arbeiten, sondern auch jene, die kurzzeitig mit uns in Kontakt kommen. Mit Freude dürfen wir feststellen, wie sie sich wohlfühlen, innerlich auftanken und meist mit frohen Gesichtern wieder weitergehen.

Unsere Hausgemeinschaft vergrössert und verringert sich periodisch. Zur Zeit umfasst sie sechs Personen, von denen drei ihr Jahr der ‘Rekuperation’ begonnen haben. Es ist ein Prozess der Heilung und Reifung mit den drei typischen Phasen von «getragen werden», «stehen» und «mittragen».

Festliche Momente

Es ist immer ein freudiges Ereingnis, wenn wir einem, der seine zwölf Monate vollendet hat, das «Diplom» überreichen dürfen. Dieses schenkt ihm das Gastrecht auf allen 140 Fazendas weltweit. Grund zur Freude ist aber dieser konkrete Mensch, der psychisch und körperlich neue Kraft gewonnen hat und nun mit gestärkter Hoffnung wieder in die Berufswelt, in eine Ausbildung und allenfalls ins Familienleben eintritt. Im Juni war es K.M., der strahlend sein Diplom entgegennahm. Wenn er das Erfolgsgeheimnis seiner Gesundung weiter pflegt, wird die Fazendaerfahrung vielfache Frucht bringen und ihm und seiner Umgebung zugute kommen.

Im vergangenen Mai war es ein ‘Ehemaliger’, der ein Jahr nach seiner Rekuperation mit seiner Verlobten heiratete. Am liebsten hätten die Beiden sich in unserer schönen Klosterkirche das Jawort geschenkt. Doch diese war für die grosse Zahl der zu erwartenden Gäste zu klein. So entschied sich das Paar, wenigsten das Hochzeitsfest nach der Trauung im grossen Klostergarten zu veranstalten. Zusammen mit unseren Leuten wurde ein grosses Zelt im Rasenfeld errichtet. Viele, nicht zuletzt die strahlende Sonne, trugen dazu bei, dass der Tag eine einzigartige Schönheit bekam und die Freude des Brautpaares alle erfasste.

Dass der Hochzeit eine Woche später gleich unser jährliches Hoffest folgte, war schon eine echte Herausforderung für unsere Fazendafamilie. Wiederum strömten von Nah und Fern weit über hundert interessierter Leute zusammen. Für die Kinder war natürlich das ‘Gumpischloss’ die Hauptattraktion nebst unseren Kleintiergehegen. Die Erwachsenen nahmen scharenweise an den Führungen teil. Freiwillige HelferInnen brachten uns die Zutaten zum Grillgut, sowie feine Dessertsachen und unterstützten uns beim Aufräumen.

Gastgeber und Gäste zugleich

Wir selber waren in den vergangenen Monaten nicht nur Gastgeber für Feste Feiernde, für Jugendgruppen, für Besucher unseres sonntägliches Hofcafé und für sehr viele Jakobspilger. Wir durften selber auch Gäste sein. Mit unserem polnischen Rekuperanten verbrachten wir nach Ostern eine Woche in Nyssa, Polen, wo wir uns an der Vorbereitung zur Einweihung der dortigen Fazenda beteiligten. Unvergessliche, erlebnisreiche Tage!

Jährlich versammeln sich zum Franziskusfest anfangs Oktober die BewohnerInnen aller 15 europäischen Fazendas in der ‘Mutter-Fazenda’ Gut Neuhof bei Berlin. Diese hat sich seit der Gründung vor 20 Jahren aus einer heruntergekommenen, im Schutt liegenden Kolchose zu einer wunderschönen Anlage entwickelt. Es war überwältigend zu erleben, wie aus dem damaligen ‘kleinen Samenkorn’ eine grosse, lebensfrohe Gemeinschaft geworden ist, ein starkes Zeugnis der Hoffnung.

Personelles

In der Fazenda liegen personelle Veränderungen in der Natur der Sache, was von allen eine grosse Flexiblität erfordert. Abgesehen von jenen, welche ihre Rekuperation abschliessen und jenen, die sie neu beginnen, gibt es auch Veränderungen auf der Ebene der Mitarbeitenden.

So ist Hilario, unser Padrinho, anfangs Oktober nach Brasilien zurückberufen worden. Seine mitleitende Präsenz auf der Fazenda hat nicht nur das Gemeinschaftsleben geprägt, sondern auch das Erscheinungsbild des Kloster im Innen- und Aussenbereich. Hilario verfügte über einen besonderen Sinn für die Harmonie, angefangen bei den blühenden Topfpflanzen bis hin zur Tischdekoration.

Thomas Huber hat sich während fast vier Jahren mit grosser Zuverlässigkeit, Umsicht und Fachkenntnis um die vielen administativen Angelegenheiten gekümmert. Er verhandelte für die Rekuperanten mit Amtsstellen, Versicherungen und dergleichen. Die Gestaltung der FazendaPost lag in seiner Hand.

Anfangs November hat Thomas Huber, wie schon angekündigt, seinen neuen Arbeitsplatz in einem Treuhandbüro angetreten.

Thomas Strahm – ausgestattet mit kaufmännischer Erfahrung und eingeführt durch Thomas Huber – hat nun die Nachfolge in der Administration antreten.

Bekanntlich ist die Klosteranlage Eigentum einer kirchlichen Stiftung. Seit Beginn hat Fridolin Eisenring, ehemals Bischöflicher Kanzler, den Stiftungsrat ehrenamtlich präsidiert. Ihm verdankt die Fazenda eine ausgezeichnete Zusammenarbeit und freundschaftliche Unterstützung in Rat und Tat. Wir danken ihm von Herzen!

Fridolin Eisenring hat im Frühjahr sein Mandat an Markus Haag, ehemals Gemeindepräsident in Wattwil weitergegeben. Mit spürbarer Motivation und Kompetenz hat dieser das Präsidium des Stiftungsrates übernommen. Er hat auch eine Homepage ins Leben gerufen, welche die Geschichte und das Gesicht der Klosteranlage bekannt macht. Die Homepage soll demnächst zugänglich gemacht werden.

Unterhalt der Klosteranlage – Erneuerung der Menschen

«Oh, ist das wunderschön hier!» «So einladend und so ursprünglich!» Solche und ähnliche Bemerkungen bekommen wir oft von Ankommenden zu hören.

Ja, es stimmt. Wir setzen viel daran, dass die bald 400 Jahre alte Klosteranlage nicht verkommt, sondern weiterhin erhalten bleibt und mit ihrer Einfachheit, Harmonie und Schönheit weiterhin Frieden und Wohlbefinden vermittelt.

Dieses Ziel bringt allerdings auch eine Menge Arbeit und einen erheblichen Kostenaufwand mit sich, für welchen wir auf Zweck bestimmte Spenden angewiesen sind. Unsere Leute sind stolz, wenn sie das Resultat ihres Einsatzes sehen: restaurierte Tore und Fensterläden, gestrichene Mauer- und Holzwände, gepflegte Rasen- und Pflanzflächen, tierfreundliche Gehege für Hühner, Enten, Kaninchen, usw.

Während andere Institutionen vielfach mit hohen Personalkosten therapeutische Beschäftigungsprogramme für ihre Klienten anbieten müssen, bietet uns die weitläufige Anlage sozusagen auf ‘natürlichem’ Wege ein abwechslungsreiches Sortiment von Arbeiten an. Und es liegt in dieser Richtung noch viel Arbeit vor uns.

Ja, man kann sich freuen über das gepflegte ‘Outfit’ der Gebäude und Flächen. Noch schöner ist jedoch die allmähliche Gesundung der Menschen, die hier in der ‘Fazenda da Esperança’ leben und durch das gemeinsam gelebte ‘Wort’ wieder Lebensfreude und Hoffnung gewinnen. Von der Sucht weg, auf die echte Erfüllung der menschlichen Sehn-Sucht zu! Das ist unser Weg und unser Ziel.

Wer allerdings meint, in der Fazenda laufe stes alles so friedlich und harmonisch ab, täuscht sich. Im Gegenteil. Hier dürfen Spannungen und Krisen zum Vorschein kommen. Es gilt sie zu integrieren, durch sie in der Liebe zu wachsen, zu reifen, statt vor ihnen zu fliehen oder ihnen aus dem Weg zu gehen.

Blick vorwärts

Auch wenn wir uns gegenseitig immer wieder ermuntern, gut im gegenwärtigen Augenblick, im JETZT, zu leben, gilt es doch gleichzeitig zu planen und vorauszuschauen.

Die Agenda 2019 beginnt sich bereits zu füllen. Fest steht u.a. das nächstjährige Hoffest, das wir auf Sonntag, den 12. Mai 2019, angesetzt haben. Vielleicht sind Sie dabei! Das würde uns sehr freuen!

Dazu kommen Weekends, Familien- und Vereinsfeiern, Betriebsausflüge, Exerzitien und viel Unvorhersehbares.

Erneut ein grosses DANKE

Zwar bemühen wir uns, durch unsere Arbeit und durch einen bescheidenen Lebensstil finanziell über die Runden zu kommen. Doch reicht das realistischerweise längst nicht, um alle anfallenden Kosten zu zahlen. Von der öffentlichen Hand fliessen uns keine Geldmittel zu. Wie schaffen wir es trotzdem? – Durch Ihre Hilfe, durch die Vielen, die uns mit Rat und Tat, materiell und geistlich unterstützen. Wir sind dafür zutiefst dankbar, Ihnen und auch dem himmlischen Vater gegenüber, als dessen liebende Vorsehung wir jede Spende und Hilfe betrachten.
In unseren Gebeten bitten wir Gott, alle, die uns auf irgendeine Weise beistehen, zu segnen und im Guten zu bestärken.

Alle Spenden und der Mitgliederbeitrag – an der Vereinsversammlung wurden für 2018 Fr. 50.- festgelegt – zu Gunsten des Fördervereins, können in der ganzen Schweiz als freiwillige Zuwendungen von den Steuern abgezogen werden. Für alle einbezahlten Beträge stellen wir Ihnen jeweils eine Spendenbestätigung zu.

  • Ein normales Kopfkissen oder ein Paar Schneeschuhe übrig? Wir können’s brauchen!

Mitglieder- und Spendenkonto:

Förderverein Fazenda da Esperança CH, Klösterli, 9630 Wattwil
Konto: 90-2722-7 IBAN: CH80 8131 7000 0051 3788 2 BIC: RAIFCH22
Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg, 9630 Wattwil

Europa-Tour der Fazenda Sommerschule

2017.04.26_Sommerschule
Vor einigen Tagen startete das Projekt der internationalen Sommerschule in Rom. Auch ein Mitglied aus unserer Fazenda in Wattwil darf an der Reise teilnehmen, welche unter dem Motto „Every Life has Hope!“ – Jedes Leben hat Hoffnung statt findet. Die rund 60 Jugendlichen und Erwachsene aus aller Welt reisen durch ganz Europa um von der Hoffnung zu erzählen, welche sie durch die Fazenda da Esperança erfahren haben. Die meisten von ihnen kamen als von der Gesellschaft aufgegebene Drogenabhängige auf die Fazenda. Durch ein Leben in Gemeinschaft, Arbeit und Spiritualität haben sie ihr Leben zurückgewonnen.
Die Fazenda da Esperança soll dadurch als sozialer und kirchlicher Dienst in Europa noch bekannter werden. Gleichzeitig werden die jungen Menschen in diesen drei intensiven Monaten in Gemeinschaft ihrer Berufung nachspüren. Die Internationale Missionsschule begann am 19. April mit der Ankunft in Rom beginnen, ein Treffen mit dem Papst war vorgesehen. Danach wird es Einkehrtage in Assisi und in Loppiano geben. Dann wird die Schule ihre Mission in der Schweiz (3.-15. Mai), Frankreich, Deutschland und Polen fortsetzen und schließlich am 17. Juli wieder in Italien enden. Die Gründer der Fazenda werden die Gruppe begleiten.
Rund um alle Fazendas wird es die Möglichkeit zur Begegnung geben. In Kleingruppen werden die jungen Erwachsenen in Schulen, Kirchgemeinden, Krankenhäuser und Gefängnisse kommen. Auf jeder Fazenda wird das diesjährige Hoffest – bei uns in Wattwil am Sonntag, 14. Mai – zusammen mit der Missionsschule gefeiert.
Die Fazenda Haus Sabelsberg schreibt regelmässige Blogbeiträge über die Reise. Bitte schaut hin und wieder auf ihrer Webseite rein:
https://sabelsberg.wordpress.com

(Bild: Fazenda Haus Sabelsberg)

Projekt am Horizont: Die „Internationale Missionsschule“

Das Motto der Reise

Das Motto der Reise

„Die Idee der Internationalen Missionsschule entstand, als die Gründer der Fazenda da Esperança bei einem Besuch in Europa den Wunsch verspürten, Ehemalige und Freiwillige aus der ganzen Welt hierhin einzuladen. Vom 19. April bis 17. Juli 2017 werden rund 50 Jugendliche und Erwachsene aus aller Welt durch Europa reisen, um von der Hoffnung zu erzählen, die sie durch die Fazenda da Esperança in ihrem Leben neu erfahren haben. Die meisten von ihnen kamen als von der Gesellschaft aufgegebene Drogenabhängige auf die Fazenda. Durch ein Leben in Gemeinschaft, Arbeit und Spiritualität haben sie ihr Leben zurückgewonnen. Aus Dankbarkeit wollen sie jetzt das Charisma der Hoffnung mit uns in ganz Europa teilen und von ihrer Erfahrung erzählen. Das Motto dieser Tage lautet: „Every Life has Hope!“ – Jedes Leben hat Hoffnung.

Die Fazenda da Esperança soll dadurch als sozialer und kirchlicher Dienst in Eu

ropa noch bekannter werden. Gleichzeitig werden die jungen Menschen in diesen drei intensiven Monaten in Gemeinschaft ihrer Berufung nachspüren. Die Internationale Missionsschule wird am 19. April mit der Ankunft in Rom beginnen, ein Treffen mit dem Papst ist vorgesehen. Danach wird es Einkehrtage in Assisi und in Loppiano geben. Dann wird die Schule ihre Mission in der Schweiz, Frankreich, Deutschland und Polen fortsetzen und schließlich am 17. Juli wieder in Italien enden. Die Gründer der Fazenda werden die Gruppe begleiten.

Rund um alle Fazendas wird es die Möglichkeit zur Begegnung geben. In Kleingruppen werden die jungen Erwachsenen in Schulen, Kirchgemeinden, Krankenhäuser und Gefängnisse kommen.
Auf jeder Fazenda wird das diesjährige Hoffest – bei uns in Wattwil am Sonntag, 14. Mai – zusammen mit der Missionsschule gefeiert.“

ADVENT – Weg der Hoffnung – FazendaPost

Geschätzte Leserinnen und Leser

Wir freuen uns, Ihnen mit dieser neuen Ausgabe der FazendaPost einen Advents- und Weihnachtsgruss zu schicken. DANKE für Ihr Interesse und Ihre vielgestaltige Unterstützung, mit der Sie uns begleiten! Sie ist für uns eine konkrete Gestalt unserer Hoffnung.

Wir laden Sie ein, die Adventszeit mit uns als „Weg der Hoffnung“ zu verstehen und zu gehen. Wir wollen deshalb ein wenig erzählen, wie bei uns, der ‚Fazenda da Esperança’ (‚Hof der Hoffnung’), dieser Weg im Alltag aussieht.

FazendaPost November 2016

Lesen Sie auch den Blickpunkt Hoffnung der Fazendas aus Deutschland mit der Geschichte über Moritz’s und Rominas Liebeshochzeit und den langen Weg dazu, das gelebte Wort ganz konkret aus Sicht eines Rekuperanten und was die Fazenda-Heldin Irene aus Nauen leistet.
Blickpunkt Hoffnung September 2016

Der Podcast – jetzt online

Am vergangenen Samstag waren unser Hofleiter, Cornel, und der Rekuperant, Thomas, zu Besuch bei Radio Maria. Sie berichteten über unser Leben, unseren Alltag, unsere Aufgaben. Thomas gab ein Zeugnis über seinen Kampf gegen die langjährige Alkoholsucht und wie er davon frei wurde bzw. auf dessen Weg ist. Hör rein!

Die Fazenda im Radio

Am kommenden Samstag, dem 17. September ist unser Hofleiter, Pfarrer Cornel Huber, zu Gast bei Radio Maria und berichtet live über das Thema LEBENSHILFE – Pulsierendes Leben auf der Fazenda. Gestartet wird um 10.00 Uhr. Also, schalt ein via DAB+ Radio oder Livestream auf http://www.radiomaria.ch/sites/all/themes/richer/modules/player.php!

Hoffest und Klosterflohmarkt – viele spannende Begegnungen

Am Samstag, dem 28. Mai 2016, lud die Stiftung St. Maria der Engel zum ersten Klosterflohmarkt ein. Dabei wurden verschiedenste Gegenstände aus der 400-jährigen Klostergeschichte verkauft. Noch bevor es offiziell losging, stöberten bereits die ersten Interessierten durch den Kreuzgang des Klosters. Das Angebot reichte von Gebetsbänken über Weihnachtskrippen zu Zuber, Geschirr, Schreibmaschinen, Stühlen, Tischen, etc.. Zahlreiche Besucher staunten über die uralten Gegenstände und erinnerten sich teilweise noch an die eigene Kindheit. Der Erlös des Verkaufs kam der Klosterstiftung zugunsten der Sanierung der von Schimmel befallenen Kirchenorgel zugute.

Kaffee, Kuchen, Mittagessen
Die Fazenda da Esperança sorgte im «Refektorium» für das körperliche Wohl und bot Kaffee und Kuchen sowie Bratwürste mit Bürli an. Die Gelegenheit wurde rege genutzt und schaffte gleichzeitig Kontakt zur Fazenda.

Sie liessen sich berühren
Am Sonntag, dem 29. Mai 2016, feierte die Fazenda da Esperança ihr 4. Hoffest. Trotz des regnerischen Tages durften über 150 Personen von nah und fern begrüsst werden. Ein reichhaltiges Salatbuffet sorgte zusammen mit einem frischen Stück Fleisch vom Grill und einem abwechslungsreichen Dessertbuffet für die nötige Energie am Nachmittag. Am Nachmittag erzählten verschiedene Bewohner der Fazenda ihre Geschichte, wie sie in ihrem Leben eine neue Hoffnungsvolle Ausrichtung gefunden haben. Die Besucher liessen sich sichtlich von der Erfahrung berühren.

Den ganzen Tag hindurch wurden Führungen durch das Kloster angeboten. Sie gaben einen Einblick in das Leben der Schwestern, die bis 2010 das Kloster bewohnt haben, aber auch in das neue Leben der Fazenda.

Dank der Unterstützung von vielen Freiwilligen und der Helfergruppe der Fazenda Bickenried (DE) konnten wir den Besuchern eine kleine Auszeit aus ihrem Alltag ermöglichen.

Solche Auszeiten bieten wir das ganze Jahr hindurch an. Immer sonntags von 15-17 Uhr hat das Hofcafé geöffnet. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Programm Hoffest & FazendaPost

FazendaPost MaiLiebe Freunde der Fazenda

Mit «Es blüht…» begann einer unser wöchentlichen Newsbeiträge auf unserer Webseite. Kurz darauf deckte allerdings der Schnee für einen Moment wieder alles zu. Mit dem Frühling startete auch die Pilgersaison so richtig durch. Täglich erreichen uns mehrer Pilger. Wir freuen uns sehr auf diese Begegnungen und das entgegengebrachte Vertrauen, obwohl wir über die Auffahrt an unsere Grenzen stiessen. Mitte April entschied sich unser Freiwilliger Luciano, zu seiner schwerkranken Mutter nach Brasilien zurück zu reisen und vorerst dort zu bleiben. Wenige Tage später packte Roland seine letzten Taschen und zog in die Fazenda Boppard, wo er nach der Hochzeit mit Teresa wohnen wird. Als Nachfolger in der Hofleitung sprang Cornel Huber in die Bresche und von der deutschen Fazenda Freeren traf Hilario zur vorübergehenden Teamverstärkung bei uns ein. Fast gleichzeitig schloss ein Rekuperant sein Jahr ab und wagte seinen Weg mit neuer Motivation draussen fortzusetzen und ein Schweizer begann seine Rekuperation. An den Werktagen finden zur Zeit zwei Arbeitslose Beschäftigung und Gemeinschaft als Hilfe zur Wiedereingliederung. Ebenso berichten wir über den Besuch beim Papst sowie dessen Videobotschaft und laden Sie zur Mitgliederversammlung ein.

-> 2016.05_FazendaPost_Mai_kombiniert

Videobotschaft von Papst Franziskus

Wir haben eine tolle Nachricht für Euch:
Unsere Gründer Frei und Nelson durften am 01.04. Papst Franziskus treffen. Sie sprachen über die Fazenda und über Werke der Barmherzigkeit. Wir waren alle sehr gerührt, wie viel Zeit sich der Papst nahm. Am Ende machte er eine Videobotschaft für alle Jugendlichen der Fazenda:

Frei sagt über den Inhalt des Videos:
„Der Papst hat sich erst einmal ganz eins gemacht mit den Jugendlichem und hat gesagt: ‚Ihr seid wichtig für Gott und Gott liebt euch. Wir alle sind Sünder und wir alle machen Dinge falsch. Aber wie dieser Bibelmann, man muss wieder aufstehen und nicht liegen bleiben. Ihr müsst euch gegenseitig helfen. Wir sind oft schwach alleine.’ Er hat ihnen gesagt, dass Gott den Menschen an die Hand genommen und ihnen gesagt hat, steh auf. Er nimmt euch auch an die Hand und sagt euch immer wieder, steht auf, habt Mut, seid mutig. Ihr seid wichtig auch für Gott. Wenn ihr neue Menschen werdet, seid ihr für Gott unheimlich wichtig. Dann hat er gesagt, dass sie weiterdenken sollen, das Leben geht weiter. Und die Liebe, die sie in den Fazendas lernen können, können sie auch später noch weiterleben – auch nach dem Tod. Franziskus war so begeistert und man spürte jeden Einzelnen. Der Papst schaute so, als würde er durch die Kamera jeden Einzelnen anschauen und zeigte auch mit dem Finger ‚Genau du kannst das, du bist wichtig und Gott liebt dich und ihr müsst euch untereinander lieben.’ Es war wirklich schön.“

 

 

Neuer Präsident gewählt

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Die vier Gründer der Fazenda, Pater Hans Stapel, Nelson Giovanelli, Luci Santos und Iraci Leite sind von der Präsidentschaft der Familie der Hoffnung, die sie seit deren Beginn innehatten, zurückgetreten. Zu diesem Schritt hatten sie sich schon vor einigen Jahren entschlossen, um den Übergabe der Verantwortung in jüngere Hände noch zu Lebzeiten begleiten zu können. Natürlich werden sie auch den neuen Präsidenten mit Rat und Tat zur Seite stehen, und das Weiterwachsen der Familie der Hoffnung begleiten.

Bei der Generalversammlung der Familie der Hoffnung in Brasilien wurden nun letzte Woche die Nachfolger gewählt. Padre Jose Luiz de Menezes, (oder kurz: Padre Luiz) ist neuer Präsident. Er kam 1990 als Seminarist auf die Fazenda, und begeisterte sich für das Leben mit den Jugendlichen. Um ganz mit ihnen leben zu können, unterbrach er sein Studium für einige Jahre. Auch als er es wieder aufnahm, lebte und arbeitete er weiterhin mit den Jugendlichen, und besuchte nachmittags das Priesterseminar. Im Jahr 2000 wurde er zusammen mit Anderson und César zu den ersten „Fazenda-Priestern“ geweiht. Seitdem hat er verschiedene Fazendagemeinschaften geleitet, zuletzt die Fazenda in Maranhão im Nordosten Brasiliens. Gleichzeitig war er Regionalverantwortlicher für die Region Nordosten.

Ihm zur Seite stehen Ricardo, zuletzt Verantwortlicher auf der Fazenda in Mosambik und Regionalverantwortlicher für Afrika, Angelucia, die einige Jahre auf der Fazenda bei Berlin gelebt hat, lange in der Formation gearbeitet hat, und jetzt Verantwortliche für die Fazenda in Guatemala ist, und Juliana, die lange Regionalverantwortliche in Argentinien war und jetzt das Formationszentrum begleitet.

Sie sind jetzt zusammen mit dem neunköpfigen Beirat verantwortlich für die gut 600 Mitglieder der Familie der Hoffnung weltweit, und die über 100 Gemeinschaften in 15 Ländern. Menschlich sicher eine Überforderung für jeden, aber wir sind sicher, dass Gott auch ihnen zur Seite stehen wird, und sie, wie er es so lange bei unseren Gründern getan hat, leiten und mit seiner Vorsehung unterstützen wird. Und natürlich wollen auch wir alle unsere neuen Präsidenten in dieser spannenden Phase unserer Gemeinschaft mit ganz besonderer Einheit und Liebe und unseren Gebeten unterstützen.

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