Kategorie-Archiv: Kloster Wattwil

… die Klosteranlage dient der Fazenda

Jede Fazenda muss sich ihren Lebensunterhalt selber erarbeiten. Sie kann sich nicht auf staatliche Gelder abstützen. Jeder Hof entwickelt seine eigene Erwerbsquelle. Bei uns ist es vornehmlich die Klosteranlage. Es sind die schlichten, urtümlichen Klosterzellen, welche der Beherbergung von Pilgern und Gruppen dienen. Es ist das heimelige Refektorium, der ehemalige Speisesaal der Schwestern, mit dem einladenden Klosterhof und dem herrlichen Garten, welche sich Familien oder Vereine für eine Feier reservieren. Dies trotz Verzicht auf alkoholische Getränke. Viele nehmen auch gerne eine Führung durch die interessanten Räumlichkeiten in Anspruch. Mit all diesen Angeboten sind sehr viele aufwändige Arbeiten verbunden, im Vorfeld, beim Anlass und danach.

Pilgerzimmer

einfach und hell eingerichtetes Pilgerzimmer.

Die Fazenda dient der Klosteranlage …

Schleifarbeiten

Ein Rekuperant schleift alte Betten ab.

Ja, die Klosteranlage ist unser Zuhause, das wir Tag für Tag nutzen und pflegen. So führen wir die Sorgfalt der Kapuzinerinnen weiter, welche während nahezu 400 Jahren hier lebten, beteten und arbeiteten.
Das betrifft nicht nur das Pachthaus ausserhalb der Klostermauern, in dem wir wohnen. Wir reinigen und schmücken die Kirche, halten die Klosterzellen, die Gänge und Werkräume sauber, reparieren was schadhaft geworden ist, be-pflanzen den Garten, pflegen den Klosterfriedhof, etc.
KapellenmauerWer ein eigenes Haus mit etwas Umschwung besitzt, weiss wieviel Arbeit, Zeit und Geld aufgewendet werden muss, um eine Anlage zu pflegen und schön zu erhalten. Das gilt natürlich erst recht für eine so grosse, wertvolle und historisch einzigartige Anlage wie ‚unser Klösterli’.
Dass das hier geschieht, stellen unsere Gäste immer wieder mit Staunen fest. Sie wundern sich, wie wir das überhaupt schaffen, finanziell und kräftemässig. Sicher ist das nur möglich, mit der Unterstützung durch die ‚Vorsehung’, wel-che uns in Gestalt von Gönner- und Sponsorenbeiträ-gen entgegenkommt. Doch diese setzt unsere tägliche unermüdliche Aufmerksamkeit und Arbeit voraus. Da-bei dürfen wir auf die Hilfe von etlichen Frauen und Männern zählen, die uns tage- oder stundenweise die Hand bieten.

Hausdienst

René Ulmann

Uns stehen lediglich zwei Teilzeitangestellte zur Seite. Einerseits ist es Thomas Huber, der sich vorwiegend um die administrativen Angelegenheiten kümmert und René Ulmann, der seit anfangs Jahr die Nachfolge von Martin Karrer angetreten hat. Wir sind Martin Karrer sehr dankbar für die immense Arbeit, welche er in den ersten Jahren im technischen und handwerklichen Bereich geleistet hat.
Der Schwerpunkt von René Ulmann liegt nun mehr in der fachkundigen Begleitung und Koordination der Arbeiten, welche die Rekuperanten und Freiwilligen an die Hand nehmen. Sein Einfluss ist schon jetzt deutlich wahrnehmbar in der motivierten und sorgfältigen Arbeitsweise unserer ‚Jungs’ und im ‚Outfit’ der Gebäude und deren Umgebung.

Pilgerherberge wieder geöffnet

In wenigen Tagen beginnt die Pilgersaison. Viele Jakobuspilger brechen auf. Die einen pilgern bis nach Santiago de Compostela, die anderen eine Etappe in diese Richtung. Gerne öffnen wir auch dieses Jahr wieder unsere Herberge und laden dich ein, eine Nacht bei uns zu verweilen. Die Ruhe im Innenhof oder Klostergarten zu geniessen und den Geist der 400-jährigen Klosteranlage zu spüren. Übernachtet wird in den einfachen, aber heimeligen Zellen der ehemaligen Kapuzinerinnen. Das Abendessen ist in der Regel eine einfache Mahlzeit, mit viel Herzblut und Liebe zubereitet. Ebenso inklusive ist das Frühstück. Wenn du bereits am Nachmittag eintriffst, bist du auch zum Kaffee herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf viele spannende Begegnungen, Geschichten und Erfahrungen. Wir heissen dich herzlich willkommen!

Pilger herzlich willkommen

neue Tafel

Vor einer Woche hat ein Rekuperant die Hofcafé-Tafel neu beschriftet. Toll!

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Die Fazenda im Radio

Am kommenden Samstag, dem 17. September ist unser Hofleiter, Pfarrer Cornel Huber, zu Gast bei Radio Maria und berichtet live über das Thema LEBENSHILFE – Pulsierendes Leben auf der Fazenda. Gestartet wird um 10.00 Uhr. Also, schalt ein via DAB+ Radio oder Livestream auf http://www.radiomaria.ch/sites/all/themes/richer/modules/player.php!

Nachwuchs bei Daisy und Donald

Daisy und Donald, unsere beiden Enten, wurden am 24. August Eltern von 10 kleinen, wuscheligen Kücken. Alle sind wohlauf. Besucht sie im Hofcafé; immer sonntags von 15-17 Uhr.

aus dem Pilgerbuch

In unserer Pilgerecke liegt ein Buch auf, in welchem die Pilger ihren Gedanken freien Lauf lassen können. Oftmals schreiben sie ihre Erfahrung oder ihr Erlebnis hinein.

Aus dem Pilgerbuch Aus dem Pilgerbuch Aus dem Pilgerbuch

Eine Familie mit zwei Kindern aus dem Kanton Zug verbrachte zwei Nächte bei uns. Sabrina, die ältere Tochter, fand auf dem Weg und auch bei der Klosterpforte ein vierblättriges Kleeblatt.

Eine Familie mit zwei Kindern aus dem Kanton Zug verbrachte zwei Nächte bei uns. Sabrina, die ältere Tochter, fand auf dem Weg und auch bei der Klosterpforte ein vierblättriges Kleeblatt.

Aus dem Pilgerbuch Aus dem Pilgerbuch

Enkel und Grossvater ins Kloster gesteckt

Das ist Yoshua mit seinem Grossvater Eduardo. Yoshua ist in der Schweiz geboren aber in Texas aufgewachsen. Seit einem Jahr lebt er in Ebnat-Kappel. Sein Grossvater lebt noch in Texas und ist eigentlich bei seiner Tochter und den Grosskindern zu Besuch, wenn da nicht die Frauen dazwischen gekommen wären…

Die Eltern von Yoshua sowie die Ehefrau von Eduardo besuchten am vergangenen Sonntag das Hofcafé. Begeistert von der schönen Anlage besprachen die beiden Frauen, dass sie ihr Sohn bzw. Enkel Yoshua und Ehemann bzw. Vater Eduardo gleich 2-3 Tage ins Kloster stecken. Gesagt, getan. Gestern um 10.30 Uhr trafen die beiden ein und legten sofort Hand an. Gemeinsam mit unseren Männern mähten sie den ganzen Rasen, und heute unterstützen sie uns bei der Reinigung. Eduardo meint: „I’m so happy. I will come back next year for two weeks!“.

Yoshua mit seinem Grossvater Eduardo Yoshua und Eduardo packen an

Früchte aus dem Garten

Erdbeerkonfiture

Im prächtigen Klostergarten können seit einigen Tagen die ersten Früchte geerntet werden. Die Erdbeeren, süss, fruchtig, ein wahrer Genuss! Gestern wurden nicht weniger als 12 kg davon geerntet und einen grossen Teil zu Konfitüre verarbeitet. Diese kann nun im Hofladen für eine kleine Spende erworben werden. Einfach nur lecker!

Mit dem Kauf unserer Produkte aus dem Hofladen unterstützt Du die Männer auf ihrem Weg der Rekuperation, gibst ihnen Mut, zeigst Anerkennung und motivierst sie.

Der Hofladen hat beinahe immer geöffnet. Besuche uns einfach. Wir freuen uns auf Dich!

«Etwa jeder 10. Konsument hat ein Drogenproblem»

NeustartLarissa Maier erforscht den Umgang der Schweizer mit Drogen. Sie erklärt, warum der Kokainkonsum wieder ansteigt – und wo die Schweiz im internationalen Vergleich steht.

 

 

 

 

Während die Droge vor einigen Jahren eher im Ausgang konsumiert wurden, ist sie nun vermehrt im Alltag ein Begleiter. Der Alkohol wird zunehmend von Cannabis zum Abbau von Stress ersetzt.

Interessant ist, dass 33 % der Befragten gerne den Konsum in den nächsten 12 Monaten reduzieren möchten, besonders hoch bei jenen, die Kokain konsumieren. «Es wäre sicherlich sinnvoll, vermehrt zielgruppenspezifische Angebote zu schaffen, die die Konsumenten mit Absicht der Verhaltensänderung unterstützen.» so die Forscherin Larissa Maier.

Genau hier knüpft die Fazenda an: Während einem Jahr leben die Männer (in DE auch Frauen) auf den Höfen der Hoffnung und machen einen Neuanfang. Sie lernen wieder, sich in einer Familie zu integrieren und dadurch Verantwortung und Respekt zu zeigen. Aus den Männern werden neue Menschen. In den verschiedenen Bereichen Haushalt, Küche, Garten, Renovierung und Restaurierung, Gästebeherbergung, Gebäudeunterhalt und den Tieren fallen die täglichen Arbeiten an. Wir betreiben eine Pilgerherberge und sonntags ein Hofcafé mit Hofladen.

Unser Angebot ist aufgrund der vielen ehrenamtlichen und motivierten Mitarbeitern extrem günstig und familiär.

Unterstütze uns und helfe anderen durch das Teilen dieser Mitteilung, durch Kontaktaufnahme mit und Empfehlung an Abhängige, Randständige und Orientierungslose oder durch eine Spende oder Kollekte. Jeder Franken hilft und ermöglicht jemandem einen Neuanfang. Die Spenden werden selbstverständlich verdankt und können von den Steuern abgezogen werden. Bitte gebe die genaue Adresse an.

Förderverein Fazenda da Esperança CH, Klösterli, 9630 Wattwil
Konto: 90-2722-7        IBAN: CH80 8131 7000 0051 3788 2          BIC: RAIFCH22
Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg, 9630 Wattwil

(Quelle und ganzer Bericht: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/29541451 / als PDF)

3 Anlässe – viel Freude und Spannung

In der vergangenen Woche durften wir drei voneinander unabhängige Anlässe im Klösterli feiern.

Er hat sich wieder gewonnen
Am Freitag, dem 10. Juni, schloss ein Rekuperant, nach dem er ein ganzes Jahr in der Gemeinschaft gelebt hat und sich dabei ein neues Leben ohne Suchtmittel und gestützt auf das tägliche Wort angeeignet und erlernt hat. Er durfte die ihm wichtigen Personen zu einem Mittagessen einladen, bei welchem ihm sein Diplom in einem festlichen Rahmen überreicht wurde. Er wird voraussichtlich nach seinem Urlaub wieder auf die Fazenda Wattwil zurückkommen. Wir gratulieren herzlich und wünschen nur das Beste und Gottes reichen Segen. Möge der Herr die Hand über dich halten!

Mittagessen + Nachtisch, v.a. Tanz, Spiel + Palaver
Am Sonntag, dem 12. Juni, lud Karl Stürm zu einem Anlass der besonderen Art ein. Einerseits wurde an unsere Vorfahren gedacht, insbesondere hielt er und seine Familie das Gedächtnis der kürzlich verstorbenen Mutter. Andererseits machte er beste Werbung für die Lobpreisgruppen Adoray Uznach, Gossau, Luzern und Zürich, die sich jeweils am Sonntagabend zur Anbetung treffen. Nebenbei feierte er seinen 70. Geburtstag. Beim Begrüssungsapéro im Innenhof des Klosters und noch bei sonniger Witterung wurden die Gäste empfangen. Anschliessend feierte die Gesellschaft eine heilige Messe in der Klosterkirche. Musikalisch wurde der Gottesdienst von den Jugendlichen den Adorays mitgestaltet. Im Anschluss sorge der Cateringsservice von der Bäckerei Abderhalden aus Wattwil für das körperliche Wohl und Energie für den bald anstehenden Tanz. Spezialitäten und Köstlichkeiten aus der Region wurde am Buffet angeboten. Schliesslich ging es auch noch über zum Tanz. Über 100 Personen, von jung bis alt, strahlten. Danke Karl für den Anlass. Wir gratulieren dir herzlich zum Geburtstag und wünschen alles Gute.

Bach und mehr – mit Leib und Seele
Den Sonntag rundete ein Konzert der mehrfach international preisgekrönten Cellistin Chiara Enderle in der vollen Klosterkirche ab. Spannend und höchst Präzise mit einer Prise Humor präsentierte die 23-Jährige die Musik von J. S. Bach und G. Cassado. «Ich hätte mir keinen schöneren Ort vorstellen können, um Bach-Suiten zu spielen.» Mit diesem Bekenntnis eröffnete sie ihr Konzert. Mehr dazu im Artikel des Toggenburger Tagblatts vom 14. Juni 2016.

 

Hoffest und Klosterflohmarkt – viele spannende Begegnungen

Am Samstag, dem 28. Mai 2016, lud die Stiftung St. Maria der Engel zum ersten Klosterflohmarkt ein. Dabei wurden verschiedenste Gegenstände aus der 400-jährigen Klostergeschichte verkauft. Noch bevor es offiziell losging, stöberten bereits die ersten Interessierten durch den Kreuzgang des Klosters. Das Angebot reichte von Gebetsbänken über Weihnachtskrippen zu Zuber, Geschirr, Schreibmaschinen, Stühlen, Tischen, etc.. Zahlreiche Besucher staunten über die uralten Gegenstände und erinnerten sich teilweise noch an die eigene Kindheit. Der Erlös des Verkaufs kam der Klosterstiftung zugunsten der Sanierung der von Schimmel befallenen Kirchenorgel zugute.

Kaffee, Kuchen, Mittagessen
Die Fazenda da Esperança sorgte im «Refektorium» für das körperliche Wohl und bot Kaffee und Kuchen sowie Bratwürste mit Bürli an. Die Gelegenheit wurde rege genutzt und schaffte gleichzeitig Kontakt zur Fazenda.

Sie liessen sich berühren
Am Sonntag, dem 29. Mai 2016, feierte die Fazenda da Esperança ihr 4. Hoffest. Trotz des regnerischen Tages durften über 150 Personen von nah und fern begrüsst werden. Ein reichhaltiges Salatbuffet sorgte zusammen mit einem frischen Stück Fleisch vom Grill und einem abwechslungsreichen Dessertbuffet für die nötige Energie am Nachmittag. Am Nachmittag erzählten verschiedene Bewohner der Fazenda ihre Geschichte, wie sie in ihrem Leben eine neue Hoffnungsvolle Ausrichtung gefunden haben. Die Besucher liessen sich sichtlich von der Erfahrung berühren.

Den ganzen Tag hindurch wurden Führungen durch das Kloster angeboten. Sie gaben einen Einblick in das Leben der Schwestern, die bis 2010 das Kloster bewohnt haben, aber auch in das neue Leben der Fazenda.

Dank der Unterstützung von vielen Freiwilligen und der Helfergruppe der Fazenda Bickenried (DE) konnten wir den Besuchern eine kleine Auszeit aus ihrem Alltag ermöglichen.

Solche Auszeiten bieten wir das ganze Jahr hindurch an. Immer sonntags von 15-17 Uhr hat das Hofcafé geöffnet. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Bald geht’s los…

Hoffest 2016Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir freuen uns über deinen Besuch am HOFFEST vom kommenden Sonntag, 29. Mai.

Das Programm sieht wie folgt:

Ab 10:00 Türen offen, Tische bereit
11:00 Führung durch das 400 jährige Kloster
13:30 ‘Aus unserm Leben’. Musikrahmen
14:30 Führung durch das 400 jährige Kloster
15:00 Führung durch das 400 jährige Kloster
16:00 Gelegenheit zur Messfeier

Für die Kinder bestehen verschiedene Attraktionen (Malecke, Hüpfburg (bei schönem Wetter), Morenkopfschleuder,
Einräder, Schminken, …).

Die Festwirtschaft versorgt dich mit bestem Schweizer Fleisch aus der Region, Salaten und Desserts.

PS: Am Samstag zuvor, dem 28. Mai 2016, findet der Kloster-Floh-Markt, organisiert durch die Klosterstiftung, statt. Angeboten wird alles mögliche, was nicht mehr gebraucht wird aus der 400-jährigen Geschichte des Klosters. Spannend…
Die Tore sind von 10.00 – 15.00 Uhr geöffnet. Eine kleine Festwirtschaft zu Gunsten der Fazenda stillt deinen Hunger und Durst!