Kategorie-Archiv: Kloster Wattwil

Kurzinterview mit Life Channel

Kirche & Gesellschaft: Vom Kloster zum Hof der Hoffnung
24. Jun 2017
Vor fünf Jahren zog die Lebensgemeinschaft «Fazenda da Esperança» (Höfe der Hoffnung) ins Kloster Wattwil. Die Fazenda ist eine weltweite Gruppe von Gemeinschaften, welche 1983 in Brasilien durch engagierte Mitglieder einer katholischen Kirchgemeinde entstand.

Von Beginn weg war ihr Ziel, dass Menschen mit einer Drogen- oder Alkoholsucht frei werden und ihr Leben wieder in den Griff bekommen. In den fünf Jahren sind einige Höhe- und Tiefpunkte durchlebt worden.

Im Beitrag zu hören sind Cornel Huber (Betriebsleiter der Fazenda Wattwil) und Jürg Niggli (Geschäftsleiter der Stiftung Suchthilfe St. Gallen).

NEU: Taschen aus Werbeblache

Aus einer alten Werbeblache des Stadttheaters St. Gallen wurden farbenfrohe Taschen genäht. Die Taschen bestehen aus luftdurchlässigem, wetterfestem Material. Sie werden für einen Preis von Fr. 38.00 in unserem Hofladen angeboten. Jede Tasche ist ein absolutes Unikat.

Mit dem Kauf einer Tasche unterstützen Sie die Männer auf dem Weg ihrer Rekuperation!

Projekt am Horizont: Die „Internationale Missionsschule“

Das Motto der Reise

Das Motto der Reise

„Die Idee der Internationalen Missionsschule entstand, als die Gründer der Fazenda da Esperança bei einem Besuch in Europa den Wunsch verspürten, Ehemalige und Freiwillige aus der ganzen Welt hierhin einzuladen. Vom 19. April bis 17. Juli 2017 werden rund 50 Jugendliche und Erwachsene aus aller Welt durch Europa reisen, um von der Hoffnung zu erzählen, die sie durch die Fazenda da Esperança in ihrem Leben neu erfahren haben. Die meisten von ihnen kamen als von der Gesellschaft aufgegebene Drogenabhängige auf die Fazenda. Durch ein Leben in Gemeinschaft, Arbeit und Spiritualität haben sie ihr Leben zurückgewonnen. Aus Dankbarkeit wollen sie jetzt das Charisma der Hoffnung mit uns in ganz Europa teilen und von ihrer Erfahrung erzählen. Das Motto dieser Tage lautet: „Every Life has Hope!“ – Jedes Leben hat Hoffnung.

Die Fazenda da Esperança soll dadurch als sozialer und kirchlicher Dienst in Eu

ropa noch bekannter werden. Gleichzeitig werden die jungen Menschen in diesen drei intensiven Monaten in Gemeinschaft ihrer Berufung nachspüren. Die Internationale Missionsschule wird am 19. April mit der Ankunft in Rom beginnen, ein Treffen mit dem Papst ist vorgesehen. Danach wird es Einkehrtage in Assisi und in Loppiano geben. Dann wird die Schule ihre Mission in der Schweiz, Frankreich, Deutschland und Polen fortsetzen und schließlich am 17. Juli wieder in Italien enden. Die Gründer der Fazenda werden die Gruppe begleiten.

Rund um alle Fazendas wird es die Möglichkeit zur Begegnung geben. In Kleingruppen werden die jungen Erwachsenen in Schulen, Kirchgemeinden, Krankenhäuser und Gefängnisse kommen.
Auf jeder Fazenda wird das diesjährige Hoffest – bei uns in Wattwil am Sonntag, 14. Mai – zusammen mit der Missionsschule gefeiert.“

… die Klosteranlage dient der Fazenda

Jede Fazenda muss sich ihren Lebensunterhalt selber erarbeiten. Sie kann sich nicht auf staatliche Gelder abstützen. Jeder Hof entwickelt seine eigene Erwerbsquelle. Bei uns ist es vornehmlich die Klosteranlage. Es sind die schlichten, urtümlichen Klosterzellen, welche der Beherbergung von Pilgern und Gruppen dienen. Es ist das heimelige Refektorium, der ehemalige Speisesaal der Schwestern, mit dem einladenden Klosterhof und dem herrlichen Garten, welche sich Familien oder Vereine für eine Feier reservieren. Dies trotz Verzicht auf alkoholische Getränke. Viele nehmen auch gerne eine Führung durch die interessanten Räumlichkeiten in Anspruch. Mit all diesen Angeboten sind sehr viele aufwändige Arbeiten verbunden, im Vorfeld, beim Anlass und danach.

Pilgerzimmer

einfach und hell eingerichtetes Pilgerzimmer.

Die Fazenda dient der Klosteranlage …

Schleifarbeiten

Ein Rekuperant schleift alte Betten ab.

Ja, die Klosteranlage ist unser Zuhause, das wir Tag für Tag nutzen und pflegen. So führen wir die Sorgfalt der Kapuzinerinnen weiter, welche während nahezu 400 Jahren hier lebten, beteten und arbeiteten.
Das betrifft nicht nur das Pachthaus ausserhalb der Klostermauern, in dem wir wohnen. Wir reinigen und schmücken die Kirche, halten die Klosterzellen, die Gänge und Werkräume sauber, reparieren was schadhaft geworden ist, be-pflanzen den Garten, pflegen den Klosterfriedhof, etc.
KapellenmauerWer ein eigenes Haus mit etwas Umschwung besitzt, weiss wieviel Arbeit, Zeit und Geld aufgewendet werden muss, um eine Anlage zu pflegen und schön zu erhalten. Das gilt natürlich erst recht für eine so grosse, wertvolle und historisch einzigartige Anlage wie ‚unser Klösterli’.
Dass das hier geschieht, stellen unsere Gäste immer wieder mit Staunen fest. Sie wundern sich, wie wir das überhaupt schaffen, finanziell und kräftemässig. Sicher ist das nur möglich, mit der Unterstützung durch die ‚Vorsehung’, wel-che uns in Gestalt von Gönner- und Sponsorenbeiträ-gen entgegenkommt. Doch diese setzt unsere tägliche unermüdliche Aufmerksamkeit und Arbeit voraus. Da-bei dürfen wir auf die Hilfe von etlichen Frauen und Männern zählen, die uns tage- oder stundenweise die Hand bieten.

Hausdienst

René Ulmann

Uns stehen lediglich zwei Teilzeitangestellte zur Seite. Einerseits ist es Thomas Huber, der sich vorwiegend um die administrativen Angelegenheiten kümmert und René Ulmann, der seit anfangs Jahr die Nachfolge von Martin Karrer angetreten hat. Wir sind Martin Karrer sehr dankbar für die immense Arbeit, welche er in den ersten Jahren im technischen und handwerklichen Bereich geleistet hat.
Der Schwerpunkt von René Ulmann liegt nun mehr in der fachkundigen Begleitung und Koordination der Arbeiten, welche die Rekuperanten und Freiwilligen an die Hand nehmen. Sein Einfluss ist schon jetzt deutlich wahrnehmbar in der motivierten und sorgfältigen Arbeitsweise unserer ‚Jungs’ und im ‚Outfit’ der Gebäude und deren Umgebung.

Pilgerherberge wieder geöffnet

In wenigen Tagen beginnt die Pilgersaison. Viele Jakobuspilger brechen auf. Die einen pilgern bis nach Santiago de Compostela, die anderen eine Etappe in diese Richtung. Gerne öffnen wir auch dieses Jahr wieder unsere Herberge und laden dich ein, eine Nacht bei uns zu verweilen. Die Ruhe im Innenhof oder Klostergarten zu geniessen und den Geist der 400-jährigen Klosteranlage zu spüren. Übernachtet wird in den einfachen, aber heimeligen Zellen der ehemaligen Kapuzinerinnen. Das Abendessen ist in der Regel eine einfache Mahlzeit, mit viel Herzblut und Liebe zubereitet. Ebenso inklusive ist das Frühstück. Wenn du bereits am Nachmittag eintriffst, bist du auch zum Kaffee herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf viele spannende Begegnungen, Geschichten und Erfahrungen. Wir heissen dich herzlich willkommen!

Pilger herzlich willkommen

neue Tafel

Vor einer Woche hat ein Rekuperant die Hofcafé-Tafel neu beschriftet. Toll!

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Die Fazenda im Radio

Am kommenden Samstag, dem 17. September ist unser Hofleiter, Pfarrer Cornel Huber, zu Gast bei Radio Maria und berichtet live über das Thema LEBENSHILFE – Pulsierendes Leben auf der Fazenda. Gestartet wird um 10.00 Uhr. Also, schalt ein via DAB+ Radio oder Livestream auf http://www.radiomaria.ch/sites/all/themes/richer/modules/player.php!